Martini Palast

Der Wohnsitz der Adelsfamilie Martini, zwischen Gemälde und Kachelöfen

Der Martini Palast (Palazzo Martini), der Wohnsitz der Adelsfamilie Martini, ist ein elegantes Palais, zwar mitten in der Ortschaft gelegen, aber dennoch vom Grün seiner Weingärten und seines Parks umgeben, mit einer jahrhundertealten Eiche als „Wächter”. Dieses elegante Gebäude aus der zweiten Hälfte des 17. Jh. birgt im Innenbereich barocke Gemälde und Kachelöfen. Ihm schließen sich rustikale, ebenfalls aus dem späten 17. Jh. stammende Bauten an, die der Landwirtschaft und der Kellerei Platz boten.

Das Palais war zunächst Eigentum des Geschlechts der „De Vescovi”, wie auch das Wappen, mit den auf den Hinterbeinen stehenden Löwen, bezeugt, das sich als Fresko über dem Eingangsportal befindet. Nach der Eheschließung zwischen Carlo Martini von Calliano und Teresa De Vescovi (1714) ging das Palais an die Grafen Martini über.

Die imposante Fassade wird durch Dekorarbeiten aus Naturstein um die Fenster aufgelockert sowie durch ein wertvolles Fresko, das die Heilige Familie darstellt, mit der Jahreszahl 1663. Im Innenbereich resümieren Fresken, Einrichtungsgegenstände und Dekorationen. Jahrhunderte der Geschichte.

Die Einrichtungsgegenstände sind aus verschiedenen Epochen und weisen unterschiedliche Stile vor, die vom 18. bis zu Beginn des 20. Jh. reichen. Es gibt kostbare Gemälde von Joachim Anton Mayr, einem Vertreter des Trentiner Barocks, der in unserer Provinz während der zweiten Hälfte des 18. Jh. tätig war. Ein weiterer talentierter Kunstmaler, der sich im Palazzo Martini verewigte, ist Giovan Battista Le Gru, gegen Ende des 18. Jh. Er ist Autor der Verzierungen im Festsaal und in der Bibliothek. Einige Gemälde, von bisher unbekannten Kunstmalern – stets zwischen dem 17. und 18. Jh. – stellen Adelige und Prälaten dar. Eine reiche Sammlung von Drucken, die zwischen dem 18. und dem Beginn des 20. Jh. angefertigt wurden, vervollständigen dieses Juwel. Bei den Drucken gibt es eine Reihe von Porträts der Vorfahren aus dem Hause Thun und dem der Martini, die im Auftrag des Grafen Lattanzio Firmian (1712 – 1786) entstanden.

Besondere Erwähnung verdienen schließlich die dekorierten Kachelöfen aus dem 17. und 18. Jh.

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