Kirche St. Felix

Eine Menge von Werken und Stilen

KIRCHE ST. FELIX

Die Kirche „San Felice” wird erstmals in einem Dokument aus dem 12. Jh. erwähnt: Von der ehemaligen gotischen Fassade blieb allerdings nichts übrig. Ihr heutiges Aussehen lässt auf den Beginn des 20. Jh. schließen, d. h. auf den klassizistischen Stil, während der Kirchturm aus dem 18. Jh. erhalten blieb.
Das Kircheninnere ist hingegen eine Pracht, was Kunst und Stil anbetrifft: Die drei Kirchenschiffe sind in gotische Kreuzrippengewölbe unterteilt; die beiden Gemälde, auf den Seiten des Eingangsportals, bildeten die Klappen der Orgel aus dem 17. Jh.; das große Fresko, an der Wand vom Kirchenschiff, stammt aus der Mitte des 16. Jh.
Wertvolle Erinnerungen sind auch die Altäre, aus Mehrfarbenmarmor gefertigt und dem Heiligen Antonius von Padua gewidmet, mit der Statue von Antonio Giuseppe Sartori. Kurios die Votivgabe einer hier ansässigen Familie, die Figuren mit moderner Kleidung aufweist. Den Kreuzaltar, vom venezianischen Bildhauer, Antonio Neri, 1705 kreiert, schmückt ein Holzkreuz, das zu Beginn des 16. Jh. durch einen Tiroler Holzschnitzer geschaffen wurde.
Die „Cappella della Madonna del Rosario – Kapelle der Rosenkranzmadonna”, gegen Ende des 17. Jh., zeigt eine Szene von Giuseppe Alberti, die der wenige Jahren vorher geschaffenen Szene im Dom von Trient gleicht. Auch die Gemälde auf den Seitenwänden sind Werke von Alberti und stellen die „Mysterien des Rosenkranzes“ dar.
Eine weitere wunderschöne Sehenswürdigkeit ist der Hochaltar mit der Nische für die Abendmahlgeräte. Ein Meisterwerk, aus dem Gebiet von Vicenza, zu Beginn des 17. Jh. gefertigt.
Auch die Sakristei ist von großem Interesse: Sie war nämlich ehemals der Sitz für den Kongress der Aufsichtsräte und der Kuraten der Kirche und ist deshalb reich ausgeschmückt mit Fresken und Gemälden.
Neben der Kirche befindet sich die St. Anna geweihte Kapelle aus dem 18. Jh. In ihr wird ein antikes Gemälde von der Madonna mit dem Jesuskind aufbewahrt, das angeblich Wunder wirkte, d. h. der Volksmund erzählt, dass dieses Bild das Dorf vor einer Pestilenz gerettet habe.

Andrea Brugnara, Chiara Moser, “I luoghi dell’arte e della storia nel Comune di Lavis”, Comune di Lavis, 2008

 

Öffnungen: immer geöffnet, 7-19 Uhr

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